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Mehr als nur eine Reise wert: Dresden die Elbmetropole

Dresden und die Sächsische Schweiz

Mit Mayer Hohentwiel-Reisen unterwegs

Ja, man könnte etwas abgeändert singen, eine Busfahrt die ist lustig, eine Busfahrt die ist fein … Besonders wenn der Busfahrer und der Reiseführer nicht nur ortskundig, sondern auch humorvoll sind. Auf dieser Reise war der Reiseführer sogar ein Original namens Karl, was im Sächsischen mit einem leichten O-Akzent gesprochen wird.

 

Und um es grad im Voraus zu sagen, Karl sprach nicht nur in seinem sächsischen Dialekt, er sang und rezitierte auch Gedichte, und wo er gerade keine Poesie zum Besten gab, brachten seine Bonmots die Reisenden zum Schmunzeln oder Lachen. Aber davon später mehr, schließlich soll der daheim Gebliebene wenigstens in seiner Fantasie unsere Reise peu à peu genießen können.

 

Wenn es eine Reiseart gibt, wo sich die Strecke vom Beginn bis zur Ankunft genießen lässt, so ist es sicherlich eine Busreise. Gemütlich fährt man rund zwei Meter über der Landschaft und kann somit eine großartige Aussicht genießen. Tatsächlich geht die Fahrt durch schöne, interessante Orte so dicht vorbei, man könnte in die Häuser hineinsehen.

 

Und wenn Felder und Wälder, Berge, Täler und Flüsse im Überfluss unsere Augen erfreut haben, werden die Sinne in einer angenehmen Pause auf Speise und Trank gelenkt. So wird bereits die Anfahrt zu einem Erlebnis, ganz davon abgesehen, dass bereits jetzt nette Kontakte entstehen, die die Reise noch angenehmer machen.

 

Kurzum, man rast nicht mit dem eigenen Auto, fliegt nicht kilometerhoch oder rauscht auf toten Gleisen weitgehend uninteressant oder sogar stressig ans Ziel, nein, man nähert sich entspannt und wohlgelaunt dem Ort seiner Wünsche, natürlich direkt vor dem Hoteleingang, erhält seinen Zimmerschlüssel und ist ohne jegliche umständliche Umsteigerei angekommen, denn die Reisenden müssen nur in den modernen, bequemen Bus einsteigen, alles andere organsiert das Hohentwiel-Reise-Team perfekt.

 

Es gäbe noch viel Gutes zu erzählen, etwa über das schöne Park-Hotel, die überaus freundliche Bedienung, das feine Menu und über Neustadt bei Dresden, dem Ort des Hotels, mit seinen Wellness-Angeboten, seinem hübschen „Schwanensee“, in welchem sich natürlich auch Gänse und Enten wohlfühlen und etliches mehr, aber wir wollen uns auf Karl, unseren Fremdenführer, konzentrieren, der uns die Sehenswürdigkeiten auf seine unnachahmliche Art nahebringt.

 

Wir fahren nach Dresden. Schnell zeigt sich, wie gut Karl seine Heimat kennt. „Hier fahren wir gerade an einem Verwaltungsgebäude der DDR vorbei. Oben am Gebäude stand vor der Wende in großen Lettern der Spruch „Der Sozialismus siegt!“ Nun heißt das allerdings auf Sächsisch „Der Sozialismus siecht!“ Und so geht es weiter mit seinen Erklärungen. Dresden, das ist natürlich der Zwinger mit seinen Prachtbauten, seinen Museen und seiner Geschichte, von der sich tatsächlich sagen lässt „Auferstanden aus Ruinen…“

 

Welch einmaliger Blick von den Brühlschen Terrassen auf die Elbe. Vor der großartig wieder errichteten Frauenkirche gibt ein Opernsängerpaar beliebte Arien zum Besten. Und welch eine Schönheit in dem rekonstruierten Innenraum der prachtvollen Kirche. Im Museumscafé am Neumarkt ist ein kompletter Straßenbahnwagen aus der Kaiserzeit aufgestellt. Alles erinnert an die gute, alte Zeit, auch der Büstenhalter an der Wand. Ein Büstenhalter? Natürlich, er gehört dazu, denn er wurde, wie so Vieles in Dresden erfunden.
 

Darauf ist man stolz. Nun, die Dresdner hatten schon immer eine Schwäche für schöne Aufbauten und so erzählt Karl auch von August dem Starken und von seinen Liebschaften, insbesondere von der tragisch, exzentrischen Gräfin von Cosel, deren letzten Wohnort wir besuchen würden. Und einen passenden Spruch kann sich Karl auch nicht verkneifen. „Potz Blitz, da kommt die Gustl aus Blasewitz.“

 

Ausgestiegen wird auch vor der Molkerei Pfunds. Pfundig würde ein Bayer sagen, aber dieses Milchgeschäft ist mehr und mit Abstand das schönste der Welt. Nicht nur mit seinen Tausenden von wunderschön bemalten Fliesen und seinen Fliesenskulpturen ist es ein Museum aus längst vergangenen Tagen, sondern immer noch ein aktiver Laden und macht den Besuch deshalb besonders attraktiv. Rundgang ist angesagt. Dresdner Schloss, Semperoper, Zwinger und vieles mehr. Ganz nebenbei bemerkt der Reisende, wie aufgeschlossen und freundlich die Sachsen sind. Kompliment!

 

Vorbei geht es an dem beliebtesten Standesamt der Gegend, was Karl zu der Bemerkung veranlasst, dass die Männer, die dort herauskommen, dran glauben müssen. Schloss Pillnitz kommt in Sicht. Unterwegs hören wir noch etwas aus der alltäglichen Wirtschaftsgeschichte der DDR. Ulbricht sei Tischler gewesen und Honecker Dachdecker von Beruf, aber es gab weder Holz noch Ziegel zum Bauen. Soviel zum sozialistischen Siegeszug.

 

Der Park des königlichen Lustschlosses Pillnitz kommt in Sicht. Lustschloss? Soviel Lust kann ein Mensch gar nicht haben, wie das Schloss monumental ist. Jedenfalls ist auch der Park, direkt an der Elbe gelegen, traumhaft. Offensichtlich waren auch die Damen am Hofe liebesfreudige „Kameliendamen“. Davon zeugt übrigens der älteste und wohl auch größte Kamelienstrauch der Welt. Von unglaublicher Pracht streckt er seine Zweige viele Meter weit und ist zur Blütezeit von unbeschreiblicher Schönheit.

 

Mehr von einmaligen Sehenswürdigkeiten gibt es am nächsten Tag. Das Elbsandsteingebirge. Welch eine grandiose Landschaft! Diese bizarre Felsendom-Landschaft ist nicht nur absolut einmalig, sie lässt das Herz durch seine schönen Aussichten höherschlagen. Allein diese Ansicht und Aussicht ist eine Reise wert. Die Bastei, ein genialer Aussichtspunkt, den man niemals vergessen kann. Fast läuft der Fotoapparat heiß, so viele Einmaligkeiten gilt es aufzunehmen. Karl gibt den Weg vor. Eine Stunde sei es hinunter zur Fähre. Was er wohlweislich nicht sagt ist, dass der Weg aus rund 850 abenteuerlichen Holzstufen besteht.

 

Geschafft, aber glücklich kommen wir unten an. Glücklich, weil es unterwegs herrliche Motive gab. Enge Felsenschluchten, märchenhafte Naturskulpturen und immer wieder Ausblicke, wie sie schöner nicht sein können. Angekommen spendiert Karl aus seinem Flachmann eine kräftige Entspannung. Ein Fremdenführer, der weiß, was sich gehört.

Über den Fluss bringt uns eine der selten gewordenen Gierseilfähren. Angetrieben wird sie umweltfreundlich lediglich von der Strömung des Wassers. Auf geht es zur mächtigsten, nicht zerstörten Burgfestung Europas, dem Königsstein. Ein riesiger Fahrstuhl erspart uns eine mühsame Treppenbesteigung.

 

Oben gibt es, wie kann es anders sein auf diesem Flecken Erde, eine weite, schöne Aussicht und viel Sehenswertes in Sachen Festungsleben und ein Restaurant für müde Füße. Doch die grandiose Landschaft der Sächsischen Schweiz beschenkt den müden Reisenden mit einmaligen Erinnerungen in selten schönen Bildern und bedeutenden Persönlichkeiten. Die Gräfin Cosel, berühmt durch ihre tragische Geschichte, ihr sei ein kleines Gedicht gewidmet.

 

Die Gräfin

Der Tag ist grau die Nacht ist schwarz,
Das Leben hart und voller Harz,
Dort in dem Turm aus Basaltsteinen,
Die schöne Frau muss tragisch weinen.
Denn aus der Höhe ihrer Träume
Stürzt sie hinab in diese Räume,
Die eng so hoch und fest umschlossen,
Das war nicht was sie einst genossen.
Als Königsbraut und Konkubine
War sie des Königs Liebesbiene.
Umsummte ihn mit ihren Gaben,
Er liebte es sich dran zu laben.
Doch Schönheit hat oft einen Preis,
Weil sie verbrennt den Geist recht heiß.
Denn wie bekannt tut Übermut
Auch klugen Menschen selten gut.
So kam auch sie schon bald zu Fall,
Der Turm erstickt der Wünsche Hall
Und lernt auch wohl dass ein Narzisst
Tatsächlich keine Blume ist.

 

Und kommst Du Wanderer einst in die Stadt Stolpen, so wirst Du in des Burges Turm den Fluch der Hochmut erfahren.

 

Natürlich hat die Burg mehr zu bieten, als das traurige Schicksal der daran nicht ganz unschuldigen Gräfin. Aus mächtigen Basaltsäulen teilweise erbaut, bietet sie hoch auf einem Vulkankegel vieles. Das Grab der Gräfin, die seltene Geologie des Berges und der tiefste Basaltbrunnen der Welt, der mit seiner Tiefe von über 80 Metern, man kann seinen Grund nicht erkennen, auch ein Meisterwerk an früher Grabungstechnik darstellt. Wobei die Arbeiter einem heute noch leidtun können. Noch viele hübsche Kleinigkeiten gab es zu sehen, doch die liebe Zeit vergeht am Schnellsten, wenn es am Schönsten ist. Zurück geht es über eine der ältesten Eisenbrücken. Wie uns Karl, unser Fremdenführer-Original, zum Abschied in seiner unnachahmlichen Weise erläutert, Brücken seien wie Staatsapparate, von Nieten gehalten. Allerdings gilt nun:

 

Vergangen sind die schönen Tage
Doch ist es nicht nur eine Sage
Wir kommen wieder, schönes Land
Darauf geben wir dir unsere Hand!

 

Kommen Sie doch mit, Mayer Hohentwiel-Reisen sorgt für alles, sogar für unvergesslich schöne Tage.                                                                                                               SEH/B

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